Mythos Zirbe

Die Zirbe ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse. Der Baum kann bis zu 25 Meter hoch und bis zu 1000 Jahre alt werden. Die Zirbelkiefer kommt in Höhenlagen von 1.300 Meter bis 2.850 Meter vor, und ist eine Baumart des strengen kontinentalen Klimas. Sie gilt als die frosthärteste Baumart der Alpen – Temperaturen von bis zu −43° C werden unbeschadet überstanden. Die Zirbelkiefer ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 25 Meter und einen Brusthöhendurchmesser von bis zu 1,7 Meter erreicht. 

Das zuerst rötliche und später rotbraun gefärbte Kernholz duftet stark aromatisch und ist relativ leicht, weich, lässt sich gut bearbeiten und besitzt einen gleichmäßigen, feinen Aufbau. Die Jahresringe sind deutlich zu erkennen. Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält. Das Holz der Zirbelkiefer wird vor allem wegen der lebhaften Zeichnung im Innenausbau für Täfelungen sowie als Möbelholz für Bauernküchen und Schlafzimmer genutzt.

Die Zirbe sorgt für einen erholsamen Schlaf, reduziert die Herzfrequenz, deshalb werden Zirbenholzschnitzel auch als Fülle für Schlafpolster verwendet. Das Zirbenöl hat  entzündungshemmende, antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften. Die positive Wirkung bei Husten, Erkältungen, und Atemwegserkrankungen wird von zahlreichen Anwendern immer wieder bestätigt.  Zirbenöl verbessert die Raumluft und ist auch ein ausgezeichneter natürlicher Schutz gegen die Kleidermotte. 

Die wohlschmeckenden und nahrhaften Samen, die 70 % Fette und 20 % Eiweiß enthalten, werden heute als Leckerei und zum Backen verwendet. Sie hatten eine begrenzte Bedeutung in der Heilkunde und wurden zeitweise sogar exportiert. Eine Spezialität ist der Zirbengeist, bei dem drei bis vier Zirbenzapfen pro Liter Schnaps mehrere Wochen eingelegt werden, bis der Extrakt eine dunkelbraun-rötliche Farbe angenommen hat. Zirbengeist wird als Heil- und Genussmittel verwendet.